Was ist überhaupt MEDITATION?

und wofür braucht man das?

Artikel von Maren Schneider - 04. September 2018

Was ist über­haupt Medi­ta­tion?

Auf der ganzen Welt haben sich im Laufe unserer gesamten Menschheitsgeschichte meditative Techniken herausgebildet, meist um sich auf etwas besonders auszurichten. So finden sich meditative Techniken beispielsweise bei den christlichen Mystikern, in schamanischen Traditionen, sowie bei den Sufis, den Hinduistischen Yogis und in den buddhistischen Traditionen. Die Meditations-Übungen sind sehr unterschiedlich und können in Bewegung oder in Ruhe ausgeführt werden. Bewegte Meditationen sind beispielsweise die dynamische Meditation (Schüttelmeditation), das Qi Gong, Yoga-Übungen und auch die Geh-Meditation. Stille Formen sind beispielsweise das Sitzen in Zazen, Vipassana, Atem- und Mitgefühls-Meditation oder offenes Gewahrsein. Wenn von Meditation die Rede ist, wird meist die stille sitzende Form gemeint um die es auch hier in der Akademie hauptsächlich geht. Diese Form der Meditation ist weltanschauungs-neutral und kann von jedem praktiziert werden.

Das Wort Meditation leitet sich aus dem lateinischen Begriff "Meditare" ab und bedeutet "sich in der Mitte ausrichten". Schaut man sich das tibetische Wort für diese Übung an, so heißt es "Gom" was "sich vertraut machen mit" oder "gewöhnen an" bedeutet. Und hier kommen wir der Sache schon näher, was meditieren bedeutet: es ist einerseits eine Übung in Sammlung und andererseits machen wir uns in der Meditation mit der Art und Weise vertraut, wie unser Geist funktioniert und wie beispielsweise Gedanken, Gefühle und Handlungen sich gegenseitig beeinflussen. Darüber hinaus schulen wir uns durch meditative Übungen in einem heilsamen - also gesundheits- und lebensfördernden - Umgang mit uns und unserem Umfeld und entwickeln Qualitäten wie Sammlung, Geduld, Gelassenheit, Mitgefühl und Freundlichkeit, sowie Klarheit und Akzeptanz.